Geothermische Energie

Geothermische Energie

Eine reichlich vorhandene und globale Primärressource

In den nächsten Jahrzehnten wird der globale Energiebedarf langsam, aber sicher steigen, und der langsame Verfall fossiler Brennstoffe wird nicht mehr die universelle Antwort auf diese neuen Bedürfnisse sein. Daher ist es wichtig, neue Energiequellen zu finden, vorzugsweise umweltfreundlich und erneuerbar. Geothermische Energie aus heiß gebrochenen Gesteinen könnte eine der Lösungen für diese globale Herausforderung sein. Unterirdisches Gestein wird durch Wärmeströme im Inneren der Erde dauerhaft erwärmt. 40 km unter unserem Kontinent erreichen die Temperaturen etwa 1.000°C.

Verwendung von Gesteinen im Untergrund als Wärmetauscher

Der Untergrund von Soultz-sous-Forêts besteht aus natürlich gebrochenem Gestein. Diese Frakturen sind jedoch fast immer über Jahrtausende hinweg korrigiert worden. Um diese Gesteine als Wärmetauscher nutzen zu können, müssen diese Brüche wieder geöffnet werden. Dies kann durch die Injektion von Wasser mit hohem Druck erreicht werden. Wasser lässt die Gesteine leicht entlang der Bruchflächen wandern. Wenn der Druck nachlässt, passen die Brüche nicht mehr perfekt zusammen und es bleibt genügend Platz, um das Wasser zirkulieren zu lassen und zu erhitzen.

Europäische Zusammenarbeit

Seit den 90er Jahren arbeiten in Soultz-sous-Forêts internationale Forscherteams – aus Frankreich, Deutschland und Italien sowie aus der Schweiz, Großbritannien, Schweden, Japan und Amerika. 1996 wurde eine Europäische Wirtschaftliche Interessenvereinigung (E.E.E.E.I.I.I.E.) mit dem Namen „Heat Mining“ gegründet, die einige der größten internationalen Akteure des Energiesektors zusammenführt, darunter Electricité de France, Electricité de Strasbourg, Pfalzwerke (Deutschland). Ziel dieser Gruppe ist es, den Prozess der Wärmeentnahme aus tiefem heißen Gestein für die kommerzielle Stromerzeugung zu testen. Bis 2006 soll diese Anlage etwa 6 MW Strom produzieren können.